SEP - Scheinwerfereinstellplatz - Scheinwerfer-Prüfrichtlinie nach §29 STVZO

Mit dem Aufkommen neuer Scheinwerfersysteme wie z. B. Xenon-, LED- oder Laserlicht-Technik wurde auch die Prüfrichtlinie für Scheinwerferprüf- und Einstellplätze überarbeitet. Diese tritt am 1. Januar 2018 in Kraft. Die neue Prüfrichtlinie sieht vor, dass neben der Aufstellfläche für das Scheinwerfereinstellprüfgerät auch die Fahrzeugaufstellfläche den neuen Vorgaben entsprechen muss. Vor der Inbetriebnahme muss daher ein bevollmächtigter Dienstleister diese Fläche kalibrieren und freigeben. Speziell für diese Einstellflächen wurde von der KÖSTER BAUCHEMIE AG ein neuartiges und einfach einzubauendes System entwickelt: Das KÖSTER SEP-System. Durch den Auftrag des KÖSTER SEP-Systems bieten sich folgende Vorteile: • geringe Stillstandzeiten für den entsprechenden Werkstattbereich • Ausführung in der Regel innerhalb eines Tages • Rutschfestigkeitsklasse R 11 • keine oder nur geringe Änderungen an der baulichen Substanz erforderlich • geringer Schichtaufbau (z. B. < 3 mm auf Fliesenbelag) • in der Regel nahtlos am Bestandsboden anschließbar

Die Systemkomponenten: KÖSTER SEP-Schnellgrundierung: spezielle Grundierung für saugende Untergründe KÖSTER SEP-SL Turbo: spezielle Verlaufsmasse zum Ausgleich von Untergründen KÖSTER SEP-Fliesenkontakt: Grundierung für nichtsaugende Untergründe KÖSTER SEP 1: Grundkomponente – Einstreuschicht KÖSTER SEP 2: Einstreumaterial zur Erstellung der Rutschsicherheit KÖSTER SEP 3: Schlussversiegelung der SEP-Fläche Systemaufbauten: Untergrund Beton: Untergrund Fliese: KÖSTER SEP-Schnellgrundierung KÖSTER SEP-Fliesenkontakt KÖSTER SEP-SL Turbo KÖSTER SEP 1 KÖSTER SEP 1 KÖSTER SEP 2 KÖSTER SEP 2 KÖSTER SEP 3 KÖSTER SEP 3

Köster SEP-System Broschüre

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SEP System

Mehr Verkehrssicherheit durch korrekte Einstellung

Mehr Verkehrssicherheit durch korrekte Einstellung Für eine optimale Fahrbahnausleuchtung bei möglichst geringer Blendung anderer Verkehrsteilnehmer ist die korrekte Einstellung der Abblend-, Fern- und Nebelscheinwerfer von Kraftfahrzeugen unabdingbar. Um dies zu erreichen, müssen die vertikale und die horizontale Ausrichtung des Scheinwerferlichtbündels die in der HU-Scheinwerfer-Prüfrichtlinie festgelegten Bedingungen erfüllen. Im Rahmen der Hauptuntersuchung wird die Einstellung der Scheinwerfer mit einem Scheinwerfereinstellprüfgerät (SEP) überprüft. Dabei wird die Messkette vom Scheinwerfer über das SEP bis zum Ablesen am SEP von mehreren Faktoren beeinflusst.

Diese Faktoren tragen zur Messunsicherheit des abgelesenen Messwertes bei, wobei die Aufstellflächen und das SEP selbst den größten Einfluss darauf haben. Aus diesem Grund wird auf die Maßhaltigkeit der Aufstellflächen in der neuen Richtlinie besonders großer Wert gelegt.

System zur Überprüfung der Einstellung der Scheinwerfer.

Mit der neuen HU-SW-Richtlinie wird das Prüfsystem eingeführt. Dieses besteht aus dem SEP und den Aufstellflächen (getrennt in den Einsatzbereich des SEP und die Aufstellfläche des Fahrzeugs). Aufstellflächen können sein: u Hebebühne u Grube u Freifläche Die Mindestmaße, die ein Prüfsystem erfüllen muss, können der Skizze in Bild 1 entnommen werden. Für ein Prüfsystem, auf dem nur einspurige Fahrzeuge (Kräder) untersucht werden, ist eine Fahrspur mit einer Länge von 2,5m ausreichend.

Die rechteckige Fläche links in Bild 1 stellt den SEP-Einsatzbereich dar. Die Auswirkung der Unebenheit des Einsatzbereichs auf das Messergebnis des SEP darf maximal ± 0,1% betragen. Für die Aufstellfläche des Fahrzeugs gelten die Toleranzwerte wie in Bild 2 ersichtlich. Falls bei der Überprüfung der Aufstellfläche des Fahrzeugs eine Neigung festgestellt wird, so darf diese nicht größer als ±1,5% sein.

. Damit diese Anforderungen bei Neu- oder Umbauten eingehalten werden, weisen Sie Ihren Architekten, Bauunternehmer oder Estrichleger unbedingt vor Beginn der Arbeiten auf diese Bedingungen hin und machen Sie diese zum festen Bestandteil des Auftrags.

Durchführung der Stückprüfung

Die Stückprüfung beinhaltet eine Sicht- und Funktionsprüfung des SEP, die Kalibrierung des SEP, eine Überprüfung der Flächeneigenschaften und eine eventuelle Justage des SEP.

Durchgeführt werden darf die Stückprüfung ausschließlich durch einen Sachkundigen mit ausreichend genauen Messmitteln und einem Schulungsnachweis gemäß der HU-SW-Prüfrichtlinie.

Die Kalibrierung wird mit der vom Hersteller des SEP gelieferten Vorrichtung, soweit vorhanden, und unter Beachtung der ebenfalls vom jeweiligen Hersteller vorliegenden Anweisung für die messtechnische Prüfung des SEP durchgeführt.

Die Kalibrierung des SEP erfolgt beispielsweise in den Positionen 0%, 1,2% und 2% Neigung bei PKW oder 0%, 2% und 4% Neigung bei LKW. Eine von der Nulllage abweichende Justage des SEP ist dann erforderlich, wenn bei der Überprüfung der Flä- cheneigenschaften eine (zulässige) Neigung ermittelt wurde, die auszugleichen ist.

Nach Abschluss der Stückprüfung wird vom Sachkundigen ein Kalibrierschein erstellt, der in der Untersuchungsstelle eingesehen werden kann.

Durchführung von Hauptuntersuchungen ab 01.01.2018 ausschließlich an verordnungskonformen Scheinwerfereinstellplätzen.

Die im Februar 2014 vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur veröffentlichte Richtlinie zur Überprüfung der Scheinwerfereinstellung von Kraftfahrzeugen bei der Hauptuntersuchung (HU) nach §29 StVZO (HU-SW-Prüfrichtlinie) wurde mit den Verkehrsblattverlautbarungen Nr. 11 vom 30.01.2017 und Nr. 75 vom 05.05.2017 weiter erläutert und präzisiert. Die Richtlinie sieht vor, dass ab 01.01.2018 an allen Prüfstützpunkten und Prüfplätzen (Untersuchungsstellen) an denen Hauptuntersuchungen durchgeführt werden, das System zur Überprüfung der Einstellung der Scheinwerfer (Prüfsystem) verordnungskonform ist und positiv stückgeprüft bzw. kalibriert wurde.